Der Luftverkehr gehört zu den Branchen, die am stärksten von der Corona-Pande­mie betroffen sind. Umso wichtiger ist es, das Vertrauen ins Fliegen, als sicheren Reiseweg, zu bestärken. Daher hat die Lufthansa Group sich der Charta der Europäischen Agentur für Flugsicherheit (EASA) zum sicheren Fliegen unter Pan­demiebedingungen angeschlossen. Damit bekennt sie sich zu den strengsten Infektionsschutzstandards im Flugverkehr weltweit. Durch die freiwillige Umset­zung dieses Standards unterstreicht die Lufthansa Group, dass die Sicherheit ihrer Passagiere und Mitarbeiter wie immer die höchste Priorität hat.

Die EASA stellt Richtlinien auf, die in Zusammenarbeit mit dem Europäischen Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) entwickelt wurden. Zum ECDC-Verbund gehört als deutscher Vertreter das Robert-Koch-Institut. Die EASA konnte unter Einbindung aller Mitgliedstaaten in Zusammenar­beit mit der ECDC die weltweit strengsten Regeln eines Staatenverbunds definie­ren. So wurden einheitliche Standards etabliert, die die Komplexität für die Airlines reduzieren, Verlässlichkeit und zusätzliche Sicherheit erzeugen. 

Auch die Flughäfen Frankfurt, München, Wien und Brüssel haben sich zu den Richtlinien bekannt. Damit wurde ein ineinandergreifendes System zum Schutz der Passagiere am Boden und in der Luft geschaffen. 

Carsten Spohr, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Lufthansa AG: „Wir haben umfangreiche Hygienemaßnahmen entlang der gesamten Reisekette eingeführt, um unsere Kunden und unsere Mitarbeiter optimal zu schützen. Mit der Unter­zeichnung der EASA Charta setzen wir ein Zeichen, dass wir als Lufthansa Group höchste Standards und einheitliche, grenzüberschreitende Regeln im Luftverkehr unterstützen. Nur mit mehr Einheitlichkeit und Stabilität in Bezug auf die Regulie­rung werden wieder mehr Kunden Flüge buchen.“

„Wir sind sehr erfreut, Lufthansa und die gesamte Lufthansa Group als Unterzeich­ner unserer Charta zu haben", sagte EASA-Exekutivdirektor Patrick Ky. „Die Auf­nahme einer so wichtigen und angesehenen Airline-Gruppe, die in mehreren Regi­onen Europas stark vertreten ist, gewährleistet einen hohen Sicherheitsstandard im Reiseverkehr zwischen den großen europäischen Drehkreuzen und wird die Robustheit des Feedbacks, das wir erhalten, erhöhen. Es ist wichtig, dass die Regulierungsbehörden und die Industrie in diesen Zeiten eng zusammenarbeiten, um wirksame und verhältnismäßige Maßnahmen anzuwenden, die gewährleisten, dass die Luftfahrt so sicher und effizient wie eh und je bleibt.

Die Lufthansa Group hat den Entstehungsprozess der Charta mit den Branchen­verbänden International Air Transport Association (IATA) und Airlines for Europe (A4E) aus Sicht der fliegerischen Praxis begleitet. Wichtige Standards bei Kompo­nenten wie der Verankerung der Maskenpflicht, Filterung der Kabinenluft und ver­stärkte Belüftung der Flugzeuge auch am Boden, angemessene Reinigung der Kabine, Personalschutzmaßnahmen, das Hinarbeiten auf eine digitale Kontakt­nachverfolgung und Physical Distancing Maßnahmen am Boden und beim Boarding/Deboarding wurden mit Unterstützung der Lufthansa Group entwickelt. Die Lufthansa Group setzt darüber hinaus weitere Schutzmaßnahmen um, etwa das Verteilen von Desinfektionstüchern an alle Passagiere oder großzügige Umbu­chungsmöglichkeiten für ihre Fluggäste. Auch verfügt die Lufthansa Group über eine strenge Richtlinie zur Einhaltung der Maskenpflicht an Bord.

Die Lufthansa Group wird die Entwicklung der EASA/ECDC-Guidelines weiterhin eng begleiten in dem ihre Airlines wichtige Daten und Kennzahlen an die EASA übermitteln. Zudem tritt die Lufthansa Group in einen Dialog zur Weiterentwick­lung der Standards ein. Schwerpunkte werden die Integration neuer wissenschaft­licher und technischer Erkenntnisse sowie operationeller Erfahrungen bei der Umsetzung der Standards sein. Lufthansa Group setzt sich dafür ein, dass auch weitere Staaten, Airlines und Flughäfen weltweit die EASA-Standards überneh­men, um für Reisende möglichst einheitliche Rahmenbedingungen zu gewährleis­ten und einen erfolgreichen Beitrag zur Pandemiebekämpfung insgesamt zu leisten.

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