Das bereinigte EBIT der Lufthansa Group lag mit 2,0 Milliarden Euro trotz erheblicher Belastungen im Rahmen der Prognose. Haupttreiber für den Rückgang waren um 600 Millionen Euro gestiegene Treibstoffkosten sowie eine spürbare wirtschaftliche Abkühlung, vor allem in den Heimatmärkten des Konzerns. Außerdem belasteten der hohe Preisdruck im europäischen Markt aufgrund von Überkapazitäten sowie die Abschwächung des globalen Luftfrachtmarkts die Ergebnisentwicklung. Der Umsatz der Lufthansa Group stieg im Jahr 2019 um 2,5 Prozent auf 36,4 Milliarden Euro (Vorjahr: 35,5 Milliarden Euro). Die bereinigte EBIT-Marge betrug 5,6  Prozent (Vorjahr: 8,0 Prozent). Das Konzernergebnis ging um 44 Prozent auf 1,2  Milliarden Euro zurück (Vorjahr: 2,2 Milliarden Euro). 

Die um Währungseffekte bereinigten Stückerlöse der Passagierairlines des Konzerns sind im Jahr 2019 um 2,5  Prozent gesunken, insbesondere durch Überkapazitäten in den Heimatmärkten der Lufthansa Group. Gleichzeitig konnten die um Treibstoff- und Währungseffekte bereinigten Stückkosten im Jahr 2019 um 1,5 Prozent gesenkt werden und damit im vierten Jahr in Folge.  

Im Jahr 2019 hat die Lufthansa Group 3,6 Milliarden Euro investiert (Vorjahr: 3,8 Milliarden Euro), ein Großteil davon in neue Flugzeuge. Der Adjusted Free Cashflow ging aufgrund gesunkener Gewinne und höherer Steuerzahlungen auf 203 Millionen Euro zurück (Vorjahr: 288 Millionen Euro). Der Return on Capital Employed (Adjusted ROCE) nach Steuern ist auf 6,6 Prozent zurückgegangen (Vorjahr: 10,8 Prozent).  

Zum Jahresende beliefen sich zinstragenden Nettoverbindlichkeiten auf 4,3 Milliarden Euro. Zuzüglich der im Zuge der Anwendung von IFRS 16 erstmalig bilanzierten Leasingverbindlichkeiten in Höhe von 2,4 Milliarden Euro, betrug die Nettokreditverschuldung damit rund 6,7 Milliarden Euro (Vorjahr: 3,5 Milliarden Euro). Die Pensionsverbindlichkeiten stiegen um 14 Prozent auf 6,7 Milliarden Euro (Vorjahr: 5,9 Milliarden Euro), im Wesentlichen aufgrund des auf 1,4 Prozent gesunkenen Zinssatzes zur Abzinsung von Pensionsverpflichtungen (Vorjahr: 2,0 Prozent).

Um seine starke finanzielle Position abzusichern, hat der Konzern in den vergangenen Wochen zusätzliche Mittel in Höhe von rund 600 Millionen Euro aufgenommen. Aktuell verfügt der Konzern damit über liquide Mittel von rund 4,3 Milliarden Euro. Hinzu kommen ungenutzte Kreditlinien von rund 800 Millionen Euro. Weitere Mittelaufnahmen befinden sich aktuell in Umsetzung. Unter anderem wird der Konzern dafür Flugzeugfinanzierungen nutzen.