Kennzahlen

Der Umsatz der Lufthansa Group stieg im Jahr 2018 um 6 Prozent. Belastet von der Erstanwendung des IFRS 15 lag der Umsatz auf berichteter Basis 1 Prozent über Vorjahr und erreichte 35,8 Milliarden Euro. Das Adjusted EBIT lag mit rund 2,8 Milliarden Euro nur leicht unter dem Rekordergebnis des Vorjahres – trotz um rund 850 Millionen Euro gestiegener Treibstoffkosten und deutlich höherer Kosten für Verspätungen und Flugausfälle. Diese stiegen um 70 Prozent auf 518 Millionen Euro. Zudem belasteten einmalige Aufwendungen für die Integration von Teilen der Air Berlin Flotte das Ergebnis der Eurowings mit 170 Millionen Euro. Damit betrug die Adjusted EBIT-Marge 7,9 Prozent. Das Konzernergebnis ging leicht auf 2,2 Milliarden Euro zurück.

Zwar stieg die Nettokreditverschuldung um 21 Prozent auf rund 3,5 Milliarden Euro. Allerdings lag der Verschuldungsgrad (Nettokreditverschuldung im Verhältnis zum EBITDA) mit 1,8 weiterhin deutlich unter der Zielvorgabe eines maximalen Verschuldungsgrads von 3,5. Der Free Cashflow ging auf 250 Millionen Euro zurück. Neben dem leicht rückläufigen Ergebnis waren dafür vor allem nicht wiederkehrende Working Capital-Effekte im Vorjahr verantwortlich. Außerdem stiegen die Aufwendungen für variable Vergütungen und die Steuerzahlungen, jeweils infolge der deutlichen Ergebnisverbesserung im vergangenen Jahr. 

Die Netzwerk-Airlines Lufthansa, SWISS und Austrian Airlines haben ihr Rekordergebnis aus dem vergangenen Jahr um sechs Prozent auf 2,4 Milliarden Euro gesteigert. Die Adjusted EBIT-Marge erreichte 10,7 Prozent und lag damit 0,9 Prozentpunkte über dem Vorjahr. Die Stückerlöse stiegen im Gesamtjahr auf währungsbereinigter Basis um 0,3 Prozent, vor allem aufgrund von Zuwächsen auf der Langstrecke. Die um Treibstoff- und Währungseinflüsse bereinigten Stückkosten sanken ohne die Effekte aus der Bilanzierungsumstellung um 1,7 Prozent. 

Das Ergebnis von Eurowings stand im Jahr 2018 im Zeichen des Wachstumssprungs, den die Airline durch die Integration wesentlicher Teile der Air Berlin-Flotte machte. Das Ergebnis wurde insbesondere durch damit verbundene, einmalige Kosten in Höhe von rund 170 Millionen Euro belastet. Die Integration wurde zum Ende des dritten Quartals 2018 abgeschlossen. Das Adjusted EBIT ging auf -231 Millionen Euro zurück (Vorjahr: 60 Millionen Euro). Die Adjusted EBIT Marge sank damit um 7,0 Prozentpunkte auf -5,5%. Die Stückerlöse lagen vor allem aufgrund der hohen Vergleichsbasis im Vorjahr, währungsbereinigt um 2,9 Prozent unter Vorjahr. Die um Treibstoff- und Währungseffekte bereinigten Stückkosten lagen ohne die Effekte aus der Bilanzierungsumstellung um 1,9 Prozent über Vorjahr. Bei Herausrechnung der einmaligen Integrationsaufwendungen hätten sie auf dieser Basis um 2,9 Prozent unter Vorjahr gelegen. Für 2019 wird für Eurowings ein Ergebnis auf Break Even-Niveau und damit eine deutliche Verbesserung gegenüber Vorjahr erwartet.

Kennzahlen des Lufthansa Konzerns im Überblick