• Die Lufthansa Group unterstützt die anspruchsvollen Ziele der Luftfahrtbranche, die 2009 in einer internationalen Selbstverpflichtung festgehalten wurden:

    • Die Energieeffizienz bis 2020 pro Jahr um 1,5 Prozent steigern
    • Ab 2020 CO2-neutral wachsen
    • Die Netto-CO2-Emissionen bis 2050 auf Basis von 2005 um 50 Prozent verringern.

    Unsere Basis für weitere Effizienzsteigerungen ist die in der Branche anerkannte Vier-Säulen-Strategie für den Klimaschutz. Diese Agenda deckt die ganze Bandbreite machbarer Maßnahmen ab.

  • Innerhalb der Lufthansa Group konnte der Ausstoß von Stickoxiden pro transportiertem Tonnenkilometer (g/tkm) seit 1991 um 25,3 Prozent verringert werden. Die Lufthansa Group unterstützt das Ziel des europäischen Luftfahrtforschungsbeirats ACARE (Advisory Council for Aviation Research and Innovation in Europe), der eine Reduzierung der Stickoxidemissionen bis 2020 um 80 Prozent vorsieht. Dieser Wert bezieht sich auf ein Flugzeug des Technologiestands in diesem Jahr relativ zum Basisjahr 2000.

  • Nur wenn Fluggesellschaften ihre Flotten kontinuierlich modernisieren, kommen umweltschonende Technologien zum Einsatz. In den nächsten zehn Jahren erhält die Lufthansa Group im Schnitt alle zwei Wochen ein neues, treibstoffeffizientes Flugzeug. Die CO2-Einsparungen im Vergleich zu Vorgängermodellen betragen dabei bis zu 25 Prozent.

    Special Flottenentwicklung

  • Nachhaltige alternative Kraftstoffe mit einer positiven netto CO2-Bilanz sind ein entscheidender Zukunftsbaustein zur Emissionsvermeidung. Notwendige Voraussetzungen:

    Die Alternativen müssen ausreichend und zu einem akzeptablen Preis verfügbar sein. Zudem dürfen die genutzten Rohstoffe nicht in direkter Konkurrenz zu der Erzeugung von Nahrungsmitteln stehen.

    Die Lufthansa Group ist in verschiedenen Forschungseinrichtungen und Branchenverbänden intensiv eingebunden und über weitere Entwicklungen zum Thema alternative Kraftstoffe im ständigen Austausch.

    Am 14. Februar 2019 haben Lufthansa und die Raffinerie Heide in Hamburg eine gemeinsame Absichtserklärung zur künftigen Produktion und Abnahme synthetischen Kerosins unterzeichnet. Dieses soll durch die Nutzung regional erzeugter Windenergie im Forschungsprojekt KEROSyN100 unter der Leitung der Universität Bremen mit der Raffinerie Heide und fünf weiteren Partnern aus Wissenschaft und Industrie entwickelt und produziert werden.

  • Der operative Bereich bietet eine Vielzahl von Optimierungsmöglichkeiten: Bessere Flugrouten, Fliegen mit variablen Geschwindigkeiten, Gewichtsreduzierung an Bord und eine ideale Flugzeugbeladung sind hierfür gute Beispiele. Die Lufthansa Group setzt ihre Anstrengungen auf diesem Gebiet konsequent fort.

  • Ineffiziente oder auch fehlende Infrastruktur in der Luft und am Boden führen zu unnötigem Kraftstoffverbrauch. Klar ist deshalb, dass Flughäfen bedarfsgerecht ausgebaut und die Lufträume optimal genutzt werden müssen. Hier ist insbesondere die Politik gefordert, zeitgerecht entsprechende Rahmenbedingungen zu schaffen und notwendige Maßnahmen einzuleiten.

  • Globales marktbasiertes Klimaschutzinstrument für den internationalen Luftverkehr umsetzen

    Die Lufthansa Group engagiert sich seit Jahren in internationalen Gremien für ein weltweit gültiges, marktbasiertes und wettbewerbsneutrales System für Klimaschutzabgaben. Denn nur ein global gültiges System ist wirkungsvoll im Klimaschutz und minimiert Wettbewerbsverzerrungen. Auf der 39. Vollversammlung der internationalen Luftfahrtorganisation ICAO im Oktober 2016 wurde beschlossen, das System CORSIA (Carbon Offsetting and Reduction Scheme for International Aviation) zur Kompensation von CO2 durch projektbasierte Mechanismen einzuführen. Mit diesem Übereinkommen zum Klimaschutz sollen ab 2021 wachstumsbedingte CO2-Emissionen im internationalen Luftverkehr durch Klimaschutzprojekte kompensiert werden.

  • Mit dem vom Lufthansa Innovation Hub entwickelten Angebot Compensaid  haben Reisende schon jetzt unabhängig von der Wahl der Fluggesellschaft die Möglichkeit, ihren beim Fliegen entstehenden CO2-Abdruck durch Investition in Sustainable Aviation Fuel nahezu auszugleichen.

    Seit 2019 erfolgen alle dienstlichen Flugreisen der Lufthansa Group Mitarbeiter CO2-neutral. Die CO2-Emissionen werden über Klimaschutzprojekte der Schweizer Stiftung myclimate kompensiert.

  • Ökologisch orientierte Anreizsysteme – die aufkommensneutral formuliert werden – weisen in die richtige Richtung. Beispiel emissionsabhängige Flughafenentgelte: Innovative Airlines mit emissionsarmen Flugzeugen werden finanziell entlastet, weniger innovative belastet. So haben die Flughäfen Frankfurt, München, Stuttgart, Düsseldorf, Köln, Hamburg und Hannover bereits stickoxidbezogene Gebühren eingeführt.

  • Flughafenanwohner müssen vor unzumutbaren Lärmbelastungen geschützt werden. Auch hier gilt, dass Investitionen in neue und leisere Flugzeuge die erste Wahl sind, um konkrete Verbesserungen zu erzielen. Durch kontinuierliche Flottenmodernisierung und aktiver Beteiligung an Forschung und Entwicklung will die Lufthansa Group zur Erreichung des ACARE-Forschungszieles beitragen: Bis 2050 sollen Technologien entwickelt werden, die die Lärmemissionen gegenüber dem Jahr 2000 um 65 Prozent senken können.

  • Auch Geräuschbelastungen der heute zur Verfügung stehenden Flugzeuge können reduziert werden. Dafür ist es notwendig, die Schallquellen umfassend zu erforschen. Gemeinsam mit Partnern analysiert die Lufthansa Group Mechanismen der Schallentstehung und entwickelt auf dieser Basis praxisgerechte Lösungen.

    Die Lufthansa Group setzt sich kontinuierlich dafür ein, die Lärmemissionen des Fliegens deutlich zu reduzieren, indem sie bei neuen Flugzeugen und ihren Triebwerken auf modernste Technologie setzt und ihre Bestandsflotte zugleich immer weiter optimiert.

    So werden alle A320-Flugzeuge von Eurowings, die noch nicht mit lärmreduzierenden Wirbelgeneratoren ausgestattet sind, darunter auch Flugzeuge der ehemaligen Air Berlin, sukzessive nachgerüstet.

  • Die Lufthansa Group treibt die Entwicklung lärmarmer Flugverfahren voran. Wichtig dabei: Neue Flugverfahren müssen Aspekte der Sicherheit, Kapazitäten und Wirtschaftlichkeit berücksichtigen. Daher müssen alle Systempartner – Flughäfen, Flugsicherung und Airlines – an einem Strang ziehen.

    Lufthansa beteiligt sich hierbei u.a. an Erprobungen von neuen Flugverfahren (Einführung von RNP RF-Verfahren) und von modernen Navigationstechnologien (GBAS) - jeweils im Rahmen des SESAR-Programms (Single European Sky ATM Research).

  • Effizienter Verkehr erfordert die optimale Vernetzung der Verkehrsträger. Darum unterstützt die Lufthansa Group – wo es ökologisch und ökonomisch sinnvoll ist – entsprechende Maßnahmen. Ihre umfangreichen Services für vernetztes Reisen hat das Unternehmen unter dem Markennamen Lufthansa Express zusammengefasst. Das Spektrum der Reisemöglichkeiten vor und nach dem Flug reicht von ICE-Zügen und modernen Fernbussen bis hin zu Carsharing.

  • Ein schonender Umgang mit natürlichen Ressourcen steht für die Lufthansa Group auch bei der Planung, Renovierung und dem Neubau von Konzerngebäuden weiterhin im Mittelpunkt. Beispiel: Lufthansa Aviation Center

    Dank thermoaktiver Decken, sensibler Verschattungsautomatik und einer hoch wärmegedämmten Fassade beträgt der Energieverbrauch des Verwaltungsgebäudes am Flughafen Frankfurt  deutlich weniger Heizenergie als vergleichbare Gebäude.

    Weitere Beispiele sind der neue Flugsteig A-Plus am Flughafen Frankfurt sowie das im April 2016 in Betrieb genommene Satellitengebäude vor dem Terminal 2 in München, wo ebenfalls ökologische Gesichtspunkte berücksichtigt wurden.

  • Die Lufthansa Group managt Umweltschutz: In der Abteilung Corporate Responsibility werden die konzernübergreifenden Ziele, Strategien und Maßnahmen koordiniert. Zudem tauschen sich die Umweltexperten des gesamten Konzerns regelmäßig im Rahmen des internen Umweltforums aus. Das Umweltmanagement innerhalb der Lufthansa Group wird sukzessive auf allen Ebenen systematisch ausgebaut und weiterentwickelt werden.