Flugsicherheit und Gesundheitsschutz

Der Erfolg der Lufthansa Group hängt in erster Linie von einem sicheren und zuverlässigen Flugbetrieb ab. Die Sicherheit und die Gesundheit von Passagieren, Crews und Mitarbeitern haben für den Luftfahrtkonzern höchste Priorität. Alle Fluggesellschaften der Lufthansa Group verfügen daher über ein umfassendes Sicherheitsmanagementsystem (Safety Management System, SMS).

Hinsichtlich ihrer Safety Management Systeme orientieren sich die Fluggesellschaften der Lufthansa Group an gesetzlichen Vorgaben wie EU-Richtlinien, Verordnungen der European Aviation Safety Agency (EASA) und der US-Luftfahrtbehörde FAA. Zusätzlich dazu erfüllen sie sämtliche Standards und Empfehlungen der internationalen Zivilluftorganisation ICAO. Unabhängige Fachleute überprüfen alle zwei Jahre die konzernweit geltenden Sicherheitsstandards in einem IATA Operational Safety Audit (IOSA). Alle Fluggesellschaften des Konzerns entsprechen vollständig den international anerkannten IATA-Standards für Flugsicherheit.

Kabinenluftqualität

Die Lufthansa Group arbeitet seit vielen Jahren aktiv an der Aufklärung von Geruchsvorfällen in Flugzeugen mit. Zusammen mit nationalen und internationalen Behörden, Verbänden, Forschungsinstituten und Herstellern unterstützt der Luftfahrtkonzern die Erforschung der Zusammensetzung der Kabinenluft und deren Auswirkungen auf den menschlichen Organismus. In entsprechende Projekte sowie die Aufklärung und Information hat der Konzern mittlerweile rund zwei Millionen Euro investiert. Zudem richtete die Lufthansa Group bereits 2012 ein Cabin Air Quality Review Board ein, dem Vertreter aus Flugbetrieb, medizinischem Dienst, Lufthansa Technik, der technischen Betriebsleitung und der Konzern-Arbeitssicherheit angehören. Dieses interdisziplinäre Gremium entscheidet über weitere Schritte und Maßnahmen auf diesem Gebiet innerhalb des Konzerns.

Aktuelle Studien belegen, dass die Luft an Bord unbedenklich und sogar teilweise besser ist als in Büroräumen. So stellte die EU-Flugsicherheitsbehörde EASA am 23. März 2017 ihren Abschlussbericht zu einer Studie über die Kabinenluftqualität in kommerziellen Großraumflugzeugen vor und kommt darin weiterhin zu dem Ergebnis, dass es aktuell keinen nachweisbaren Zusammenhang zwischen der Kabinenluft und gesundheitlichen Problemen gibt. Vielmehr war die Luftqualität der Messflüge vergleichbar mit der in normalen Innenräumen wie Klassenzimmern oder Büros. Zu diesem Ergebnis waren schon frühere Messreihen gekommen.

Spezielle HEPA / Carbon Filter im Test

Darüber hinaus unternimmt die Lufthansa Group eigene Verfahrenstests mit technischen Anpassungen. Beispielsweise testet der Konzern seit Mai 2016 spezielle HEPA / Carbon Filter. Diese mit einer zusätzlichen Aktivkohleschicht ausgestatteten Cabin Air Recirculation Filter sollen die Qualität der Kabinenluft noch einmal steigern, indem sie schneller flüchtige Substanzen und Stoffe aus der rezirkulierten Luft entfernen. Lufthansa hat bereits zahlreiche Flugzeuge der A320-Familie für Testzwecke damit ausgestattet und untersucht die Kabinenluft vor und nach dem Einbau der Filter. Sollten die Filter überzeugen, wird der Konzern weitere Flugzeuge damit ausrüsten. Darüber hinaus ist die Lufthansa Group mit verschiedenen Herstellern bezüglich einer Total Air Filtertechnologie und Sensorik im Kontakt.