Carsten Nicolai

Carsten Nicolais Projekt für das Lufthansa Aviation Center versteht sich als künstlerischer Eingriff in die Architektur als solche. In Nicolais Intervention wird das gesamte Gebäude mit seinen doppelkammförmig angeordneten, modularen Gebäudeteilen als Klangkörper verstanden, als Resonanzraum für jene Töne, die dem Gebäude unterliegen.

Bitwaves

Die Rechteckwellenform, auf der das Aviation Center basiert, interpretiert Nicolai als Schallwelle, die er durch die visuelle Darstellung weiterer Schallwellen ergänzt. Diese breiten sich entlang der Längsachse des Gebäudes über den Fußboden aus. Carsten Nicolai bezeichnet sie als „Bitwaves", als Sinuswellen, die als parallel gerasterte Linien dargestellt werden. Ihre Skalierung orientiert sich an den Dimensionen des Gebäudes. Da er zu einem frühen Zeitpunkt der architektonischen Planung eingeladen war, konnte Garsten Nicolai nicht nur den Ort seines künstlerischen Beitrages wählen, sondern auch die Materialien. Die hellen, in einen dunklen Naturstein eingelassenen Edelstahlplatten verwandeln die unterste Etage der zentralen Durchgangshalle in eine Art Code, bei dem, aus der Nähe betrachtet, die einzelnen Stäbe überraschende Strichmuster erzeugen. Aus der Distanz heraus geben sie sich hingegen als große mathematische Formel zu erkennen, die dem Haus eingeschrieben ist. 


Carsten Nicolai

geb. 1965 in Chemnitz
lebt in Berlin

 

carstennicolai.de

  • 1998: polyfoto, Galerie für zeitgenössische Kunst, Leipzig
  • 1999: 1% space, Kopenhagen
  • 2000: Kunstmuseum Ystad (Schweden)
  • 2002: International Art Biennial, Buenos Aires
  • 2003: funken, Galerie EIGEN + ART, Berlin
  • 2005: Anti Reflex, Schirn Kunsthalle, Frankfurt am Main
  • 2005: Audio Visual Spaces, Stedelijk Museum voor Actuele Kunst (S.M.A.K.), Gent
  • 2005: syn chron, gezeigt in der Neuen Nationalgalerie, Berlin[12] sowie in Bern und in Yamaguchi
  • 2006: inver, gezeigt auf der Frieze Art Fair, London und bei der Galerie EIGEN + ART, Leipzig
  • 2006: Polylit, Kunstmuseum Stuttgart.[9]
  • 2007: static fades, gezeigt bei PaceWildenstein, New York und im Haus Konstruktiv, Zürich
  • 2009: rota, Schering Stiftung Berlin
  • 2012: unidisplay, Hangar Bicocca, Mailand
  • 2013: Empty garden, the hole gallery, Prague
  • 2013: crt mgn, galerie eigen + art Berlin
  • 2013: Observatory, ibid projects, London
  • 2013: Unidisplay/uni(psycho)acoustic, Museum für moderne Kunst, Frankfurt/Main
  • 2014: Alpha pulse, icc international commerce center Hong Kong
  • 2015: Unitape, kunstsammlungen Chemnitz
  • 2015: Unidisplay, kunstmuseum Stuttgart
  • 2015: Unicolor, the vinyl factory, London
  • 2015: ur-geräusch, kunstverein Braunschweig
  • 2015: Strange attractors, borusan contemporary, Istanbul
  • 2016: Black absorb pol, seibu shibuya, Tokyo
  • 2016: Unidisplay, copenhagen contemporary, Copenhagen
  • 2017: Unicolor, galerie eigen + art Leipzig
  • 2017: Autonomo, ibid gallery