Flottenentwicklung

Die Lufthansa Group setzt auf eine moderne, effiziente und gut strukturierte Flotte

Die Lufthansa Group setzt auf eine moderne, effiziente und gut strukturierte Flotte und investiert weiterhin in deren grundlegende Erneuerung. Damit kann der Aviation-Konzern auch zukünftig führende Produktqualität anbieten und zugleich immer sparsamer und leiser fliegen. Zudem lassen sich so die Stückkosten weiter reduzieren. Die währungsbereinigten Stückkosten vor Treibstoff der Passagier-Airlines sind 2017 um 0,4 Prozent gesunken.

Die Lufthansa Group–Konzernflotte umfasst aktuell 752 Flugzeuge (Stand: 1. Oktober 2018). Der Lufthansa Konzern hat insgesamt 205 Flugzeuge zu einem Listenwert von rund 30 Milliarden Euro mit Auslieferungsdaten bis 2025 geordert. Allein 2019 erwartet die Lufthansa Group rund 32 Flugzeug-Zugänge.

Kurz- und Mittelstrecken-Flugzeuge der neuesten Generation

Weniger Lärm. Weniger Treibstoffverbrauch. Weniger CO2.

Der Aufsichtsrat der Deutschen Lufthansa AG hat im September 2018 dem Kauf von 27 weiteren Kurz- und Mittelstreckenflugzeugen zugestimmt. Dabei werden Kaufoptionen für 24 Airbus A320neo und drei A321neo in Festbestellungen umgewandelt. Mit dieser Entscheidung reagiert die Lufthansa Group auf die positive Markt- und Ergebnisentwicklung und stellt so die erforderliche Flottengröße in den nächsten Jahren sicher. Die Gesamtinvestition dieser Bestellung beträgt rund drei Milliarden US Dollar nach Listenpreis. Insgesamt wächst damit die Zahl der Bestellungen von A320neo und A321neo auf 149 Flugzeuge für den Konzern.

Die bestellten A320neo und A321neo (kurz für „New Engine Option“) sollen in den Jahren 2023 und 2024 ausgeliefert werden. Zehn der 27 neuen Flugzeuge sind für SWISS vorgesehen, die übrigen Flugzeuge werden bei anderen Flugbetrieben innerhalb des Aviation-Konzerns eingesetzt.

 

 

A320neo 

Ein Teil der Bestellung wird mit den Triebwerken von Pratt & Whitney (PW1100G) ausgestattet, ein anderer Teil mit den LEAP-1A-Triebwerken von CFM International.
Lufthansa ist Erstkunde des Airbus A320neo (new engine option). Im Vergleich zur A320 verbraucht die A320neo rund 20 Prozent weniger Treibstoff pro Passagier und hat einen entsprechend verringerten CO2-Ausstoß.
Durch die neue Triebwerkstechnologie ist die 85-Dezibel-Lärmkontur einer startenden A320neo nur rund halb so groß wie bei einem vergleichbaren Flugzeug der Bestandsflotte.

Hochmoderne Langstreckenflugzeuge

Im Jahr 2013 hat die Lufthansa Group 59 hochmoderne Langstreckenflugzeuge bestellt: 34 Boeing 777-9X und 25 Airbus A350-900. Für den Langstreckenverkehr hat Lufthansa die ersten Airbus A350-900 in München stationiert. Beide Modelle verbrauchen rund 25 Prozent weniger Kerosin als heutige Flugzeugmodelle und sind der Einstieg in die 2-Liter-Klasse. 

A350-900

Weltweit modernstes und umweltfreundlichstes Langstreckenflugzeug

Der Airbus A350-900 fliegt so sparsam wie kein anderer Flugzeugtyp. Im Schnitt wird das neue Flugzeug nur noch 2,9 Liter Kerosin pro Passagier und 100 Kilometer Flugstrecke verbrauchen. Das sind rund 25 Prozent weniger als bei heute eingesetzten Modellen. Modernste Rolls Royce Trent XWB-Triebwerke und ein aerodynamisches Design reduzieren zudem die Geräusch-Emissionen bis weit unter die gegenwärtigen vorgeschriebenen Grenzwerte.

777-9

Neue Business Class kommt erstmals in der Boeing 777-9 zum Einsatz

Ab 2020 erhält Lufthansa außerdem die ersten, hocheffizienten Langstreckenflugzeuge vom Typ Boeing 777-9, in denen erstmals die neue Business Class zum Einsatz kommt. Die Boeing 777-9 bietet gegenüber ihren Vorgängermodellen eine deutlich breitere Kabine. Dieser Raum wird in der neuen Business Class genutzt, um den Komfort für die Passagiere nochmals deutlich zu steigern. So werden Fluggäste in der neuen Business Class von allen Plätzen aus direkten Zugang zum Gang haben. Dies wird ermöglicht durch die Sitzkonfiguration 1-2-1 und 1-1-1. Die neuen Sitze bieten dem Kunden zudem einen wesentlich vergrößerten persönlichen Raum, eine erhöhte Privatsphäre sowie großzügige Staufächer und Ablageflächen.

Neue Business Class

777-300ER

Boeing 777-300ER für SWISS – mehr Effizienz und mehr Komfort

SWISS hat seit 2016 ihre Langstrecken-Flotte um insgesamt neun zehn werksneue Langstreckenflugzeuge vom Typ Boeing 777-300ER ergänzt. Das erste Flugzeug dieses Typs hat die Airline Ende Februar 2016 in Betrieb genommen, die zehnte Boeing 777-ER wurde im März 2018 an SWISS übergeben. Im Mai 2018 hat SWISS zwei zusätzliche Boeing 777-300ER bestellt, die voraussichtlich Anfang 2020 in Betrieb genommen werden. Die Boeing 777-300ER verfügt über eine ausgereifte Technik, größte Zuverlässigkeit, hohen Kabinenkomfort. Als weitere Neuheit verfügen alle Boeing 777-300ER über Internet-Verbindung. Der Einsatz moderner Triebwerke des Typs GE90 ermöglicht zudem eine wesentliche Einsparung bei Treibstoffverbrauch und CO2.

A220

(Bombardier CSeries)

 

 

Die Innovativen

Im Vergleich zur A320neo ist der Airbus A220 – ehemals CSeries von Bombardier - auf kleinere Märkte ausgerichtet. Wesentliche Umweltkennziffern der A220 sind ähnlich positiv: Gegenüber der Vorgängergeneration verringert sich der wahrnehmbare Lärm um die Hälfte. Der CO2-Ausstoß ist 20 Prozent niedriger. SWISS hat 2016 als erste Fluggesellschaft weltweit die CSeries in Dienst gestellt, die inzwischen als Airbus-Typ A220 geführt wird. Auf der Kurzstrecke stellte SWISS 2017 drei Bombardier CS100 und sieben Bombardier CS300 in Dienst, die jeweils Flugzeuge vom Typ Avro RJ100 ablösten. Den letzten von ursprünglich 21 Avro RJ100 hatte die Airline im August 2017 aus dem Flugbetrieb verabschiedet. Die A220 setzt dank neuester Technologien Maßstäbe in puncto Komfort, Wirtschaftlichkeit und Umweltverträglichkeit. Bis Anfang 2019 sollen zwei weitere Flugzeuge dieses Typs in die Flotte integriert werden.

Flottenmanagement

Austrian Airlines

Austrian Airlines hat den 2015 begonnenen Austausch ihrer Fokker-Flotte durch 17 moderne Kurzstreckenflugzeuge vom Typ Embraer 195 im Berichtsjahr abgeschlossen. Ende Dezember 2017 verließ die letzte Fokker 100 die Flotte. Die Embraer verbraucht pro Sitzplatz rund 18 Prozent weniger Treibstoff als die Fokker und ist damit wesentlich umweltschonender. Darüber hinaus hat Austrian Airlines 2017 fünf Airbus A320 aus dem Bestand von Air Berlin übernommen.

Eurowings

Eurowings ist die am schnellsten wachsende Airline Europas. Die Flotte ist im Vergleich zum Vorjahr deutlich gewachsen. Eurowings ist inzwischen Marktführer an den vier deutschen Standorten Köln / Bonn, Stuttgart, Hamburg und Düsseldorf. Dazu hat auch die im ersten Halbjahr 2017 erfolgreich abgeschlossene Umflottung von 23 Bombardier-Flugzeugen des Typs CRJ900 in ebenso viele Airbus A320 beigetragen.

Brussels Airlines

Seit 9. Januar 2017 ist die Lufthansa Group alleinige Gesellschafterin von Brussels Airlines. Die belgische Fluggesellschaft wurde dem Geschäftsfeld Eurowings Group zugeordnet. Ende Oktober 2017 flottete Brussels Airlines ihren letzten Avro RJ100 aus. Damit besteht die Flotte nur noch aus Airbus-Flugzeugen der Typen A330-300, A330-200, A320-200 und A319-100.

Konzernflotte

Lufthansa und Regionalpartner

Eurowings und Germanwings

SWISS und Edelweiss Air

Austrian Airlines

Lufthansa Cargo